Babykleidung: Was nicht passt, wird passend gemacht

Dienstag, 29. April 2014



Mit Kinderkleidung ist das bei uns irgendwie so: Zu groß, zu groß, zu groß, zu groß, zu groß, passt endlich haargenau, ach Mist, schon wieder zu klein. Unser Piepsi versinkt entweder in Riesenbuxen oder muss seinen Dickschädel durch eine Pulli-Öffnung quetschen. Die Angaben auf den Klamöttchen haben mich bislang auch nur bedingt weitergebracht. Unsere Tochter trägt gerade eine Hose mit der Aufschrift „6 M“, also 6 Monate. Sie ist 19 Wochen alt. Und nein, so groß geraten ist sie nun auch nicht. Tatsächlich habe ich aber schon einige Babys gesehen, bei denen alles saß. Die Söckchen hingen nicht in einem leeren Wurmfortsatz von den Füßchen herab, die Händchen wurden nicht von angesabberten Ärmeln verdeckt, die Mütze verdeckte nicht die Augen. „Wie machen das diese Muttis nur?“, fragt sich da die Amateur-Mutti. Probieren die morgens ihren Kindern verschiedene Outfits an, um zu sehen, was passt?
Ich gestehe, in der Schwangerschaft habe ich schrecklich gerne Babyklamotten eingekauft. Ich habe als Kind nie mit Puppen gespielt, aber die Vorstellung, ein kleines Wesen in niedliche Pullover zu packen, erfüllte mich doch mit Zärtlichkeit. Dann kam die Geburt und das anstrengendste Kind der Welt wurde geboren. Jetzt wird getragen, was auf dem Stapel oben liegt und sauber ist. Gute Kleidung ist solche mit möglichst wenig Schnickschnack wie Schleifen und Extraknöpfen, ein brauner Strampler wurde in den ersten Wochen zu meinem Lieblingsteil, da er einen Reißverschluss besitzt. Denn Piepsi hasst dieses Rumgefummel, vor allem die Ärmel sind jedes Mal ein Kampf. Wilde Farbkombinationen werden unter dem Label „Colourblocking“ getragen.  Und überhaupt: Hauptsache, die Kleine hat es warm. Und wie ich aus meinen Streifzügen durch schwedische Modehäuser weiß, dauert es eh nur zwei, drei Jahre, bis die Maus selbst bestimmt, was angezogen wird. Aber das ist eine andere Geschichte.

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