Lieder für ein Schreibaby

Sonntag, 13. April 2014



Wer ein anstrengendes Baby hat - und ich habe das anstrengendste Baby der Welt (und das niedlichste!) - , der braucht Humor. Humor erlaubt es, einen Schritt zur Seite zu gehen und die Dinge so zu sehen, wie sie eigentlich sind: undramatisch. Die Hölle, nervenaufreibend, erschöpfend. Aber undramatisch. Unser Kind ist kerngesund, topfit, und irgendwann einmal ("Alles nur eine Phase!") wird es bestimmt auch durchschlafen. Meinem Mann und mir hat dieses Wissen gerade in der schwierigen Schreibabyzeit das ein oder andere Mal geholfen, nicht die Nerven zu verlieren. Und einer unserer Tricks, diese Wochen zu meistern, war der: Wir sangen.
Mittlerweile haben wir ein recht umfangreiches Repertoire an mehr oder minder sinnvollen selbst getexteten Liedern zusammengestellt. Da wäre unser Klassiker, den wir gerne beim Frühstück unserem Meckerkind vorsingen: „Ich bin das Baaabyyyy, hab mich liiiiieb…und ich bin unschuldig, unschuldig, unschuldig, unschuldig, unschuldig, unschuldig, unschuldig, unschuldig – ICH KANN NICHTS DAFÜR!“.
In der Schreizeit sang ich zudem gerne: „Ich schrei den ganzen Tag, ich bin ein Punk!“. Momentan erkundet Baby seine Fingerchen (extrem sabberig!), daher ist gerade „Wie viele Finger passen in meinem Mund?“ angesagt, gesungen zur Melodie von „Wenn ich einmal traurig bin, dann trink ich einen Korn“.
Musik soll Babys ja fördern. Keine Ahnung, ob das nur für Mozart und Bach oder auch für meine künstlerischen Ergüsse gilt. Mir hilft es jedenfalls. Und bei vielen Kinderliedern kenn ich eben nur die erste Strophe und stelle auch hier häufiger den Sinn der Textzeilen in Frage: „Es regnet, es regnet, es regnet seinen Lauf. Und wenn’s genug geregnet hat, dann hört es wieder auf.“ Was wohl die Elbe-Anrainer dazu zu sagen haben?

2 Kommentare

  1. hahaha, herrlich - ja, ohne Humor geht es einfach nicht!

    du bist ja ganz neu dabei in der Bloggerei, sehe ich gerade, da muss ich mich mal durchschmökern! :)

    Alles Liebe
    Julia

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  2. Ohne Humor hätte ich mich in den letzten Wochen aus dem Fenster gestürzt. Der beliebteste Lacher bei uns: sich wohlig zu strecken und zu sagen: "Ach, heute Nacht kann ich bestimmt gut schlafen." Und immer wenn trotz aller Anspannung bei uns noch etwas Humor aufgeblitzt ist wußte ich, daß wir das schaffen.

    Aber das Wissen, daß es nur eine Phase ist, die nach 12 Wochen vorbei geht, hat mir persönlich nicht geholfen, als wir mitten in Woche 6 steckten und noch 6 endlose Wochen vor uns hatten...

    Und mein Lied wird auf die Melodie vom "Hampelmann, der Arm und Bein bewegen kann" (eine feste Größe im Babyschwimmen) gesungen, Text:

    Ich bin ein kleiner Strampelmann,
    der ganz Rheinbreitbach wecken kann.
    Ob früh, ob spät, ob Tag, ob Nacht,
    Hauptsache ich mach Krach!

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