Top Five der Luxus-Momente für Muttis

Sonntag, 20. Juli 2014



Letztens sagte eine Mutter mit Zwillingen zu mir: "Eigentlich bräuchte ich eine Woche frei zum Schlafen, eine zum Aufräumen und eine für Wellness." Und sofort entbrannte eine lebhafte Diskussion darüber, was "Wellness" im Mutti-Zeitalter bedeutet. Hier mal meine Top-Five: Was ist Luxus, seitdem ich Mutti bin?

Platz 5: Durch die Stadt gehen - ohne Baby: Ich bin wendig, ich bin schnell. Ich bin Perseus mit seinen Flügelschuhen. Erklimme ich die vier Stockwerke zu unserer Wohnung, nehme ich zwei Stufen auf einmal. Ich habe mal gehört, dass einige Bassisten mit Gewichten an den Handgelenken üben, um bei Konzerten im doppelten Tempo spielen zu können. So ähnlich geht es mir. Kinderwagen und Tragetuch sind mein Training. Ohne sie fallen mir plötzlich Dinge leicht, die mich in der Vorbaby-Zeit ins Schwitzen brachten.

Platz 4: Mit beiden Händen essen: Also natürlich mit Besteck, nicht mit den Händen. Aber ihr wisst, was ich meine: Kein Baby auf dem Schoß, keine Berasselung eines Kinderwagens. Beide Ellenbogen auf dem Tisch, Messer links, Gabel rechts - oder auch andersrum. Bin ja Linkshänderin.

Platz 3: Alte Klamotten tragen: Keine Jeans mit Bündchen, die Platz für eine dicke Kugel lassen. Keine Oberteile mit Reißverschlüssen an den Eutern, die mich in ihrer Funktionalität stark an die Adidas-Hosen mit Knopfleiste aus den 90er Jahren erinnern. Oder gibt es diese Hosen etwa immer noch? Keine Schuhe für geschwollene und dicke Füße. Nichts, das nur irgendwie praktisch ist. Sondern einfach nur: meine alten Klamotten. 

Platz 2: Alkohol: Alkohol eben. Muss ich da noch mehr sagen? Ehrlich: Nach 9 Monaten Schwangerschaft und 6 Monaten Stillen habe ich mir den kühlen Weißwein am Abend echt verdient. Oder die drei Flaschen Bier. Oder den Cocktail mit Schirmchen. Ich hätte unter diesem Punkt auch noch "Medikamente" aufnehmen können. Gemeint ist hier nicht der Missbrauch, sondern die einfach Aspirin gegen Kopfschmerzen. Der schlimmste Tag seit Piepsis Geburt war für mich der, an dem ich allein mit Baby war, einen Magen-Darm-Infekt hatte und NICHTS einnehmen durfte. Ab sofort gibt's an solchen Tagen wieder die volle Dröhnung.

Platz 1: Alleine aufs Klo gehen: Kein Baby, das über die Fußmatte kugelt, vom Maxi Cosi aus bei großen und kleinen Geschäften zuschaut oder gar ungeduldig auf dem Schoß sitzt. Einfach nur: alleine aufs Klo gehen. Luxus pur.

Ach ja, wer in meiner Liste das Stichwort "Schlafen" sucht - ich habe hier nur Punkte aufgenommen, die realistisch sind im ersten Babyjahr... Freue mich über Ergänzungen eurerseits!

3 Kommentare

  1. Mein persönlicher Platz eins ist baden. Einfach mal eine halbe Stunde baden, ohne die ständige Angst im Nacken sich gleich blitzschnell notdürftig in ein Handtuch wickeln zu müssen, um das Baby zu beruhigen/trösten/füttern etc.

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  2. Du machst mir Angst. ;) Ich hoffe dank Hilfes meines Freundes ab und an ein paar ruhige Klomomente zu bekommen! ;D

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    1. Oh nein, bitte keine Angst haben! Ein Kind zu bekommen ist sicherlich das Schlimmste, das mir je passiert ist. Und mit Abstand das Schönste.

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