Kein Tatort, dafür Disco

Dienstag, 5. August 2014



Seit ich Mutter bin, hat sich mein Leben um ein paar Stunden verschoben. Neue Zeitfenster haben sich geöffnet, andere geschlossen. So habe ich in diesem Jahr zum Beispiel noch nicht einen Tatort gesehen, da ich um diese Zeit schon mit Piepsi im Bett liege. Und nein, per Mediathek kann ich das auch nicht nachholen, aus Jugendschutzgründen wird dort der Tatort nämlich auch immer erst ab 20 Uhr gezeigt. Zugleich habe ich noch nie so viele Sonnenaufgänge gesehen wie in diesem Jahr. Während die Welt noch ruht, habe ich bereits die erste Ladung Wäsche in die Maschine gestopft, die Spülmaschine ausgeräumt, geduscht und den ersten Blogeintrag geschrieben. Wenn dann die ersten Bäckereien in der Stadt öffnen, folgt der erste Kinderwagenspaziergang des Tages. Auf Dauer kann das so nicht weitergehen, wird es aber auch nicht, da bin ich eigentlich zuversichtlich. Denn Piepsis unregelmäßiger Schlafrhythmus verändert sich regelmäßig. Schlief sie einst bis viertel vor sechs, wurde daraus irgendwann sechs, dann halb sechs. Irgendwann waren wir dann bei vier. Was mich wirklich erstaunt, ist die Tatsache, wie schnell man sich doch an die absurdesten Tagesrhythmen gewöhnt. Vor zwei Wochen war irgendwas los mit dem Baby - es schlief bis kurz nach sechs. Und prompt kamen wir hier mit unserem Trott so richtig in Stress. Und mein Mann fast zu spät zur Arbeit. Momentan schläft sie durch. Acht Stunden am Stück. Von sechs Uhr abends bis zwei Uhr. Yeah. Wenn Piepsi das so beibehält, kann ich bald wieder tanzen gehen. Vor drei Uhr in die Disco ist eh uncool.

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