Die kleine Mama Immermüd über adipöse Raupen



Jeden  Abend vor dem Schlafengehen lese ich mit Piepsi die "Kleine Raupe Nimmersatt". Nicht, dass sie denn Sinn schon verstehen würde, aber man soll ja Rituale schaffen. Die Sache ist nur: Ich verstehe den Sinn des Buchs ehrlich gesagt auch nicht. Wenn man viel futtert und eine Nacht drüber schläft, ist man am nächsten Morgen wunderschön? Quasi ein Vorläufer von "Schlank im Schlaf"? Soll es davor warnen, dass man nach einem Fress-Flash richtig doll Bauchweh hat (Am Sonnabend mampft die Raupe Schokokuchen, Gurken, Käse, Früchtebrot usw...), nach einem vitaminreichen Blatt es einem jedoch bedeutend besser geht und man große Chancen auf eine Verschmetterlichung hat? Oder ist die Raupe Nimmersatt ganz anders zu verstehen, nämlich als eine Form der Metamorphose, so dass Piepsi in ein, zwei Monaten reif für Ovid als Abendlektüre sein dürfte? Oder muss ich das Buch ganz nüchtern auf der biologischen Ebene betrachten? Raupe + jede Menge Futter = Schmetterling? Egal, Piepsi mag es, an diesen halben Seiten rumzufummeln, und ich als kleine Mama Immermüd kenne den Text inzwischen auswendig. Außerdem sind mir adipöse Raupen deutlich lieber als kleine Prinzen auf einsamen Planeten. Das gehört zwar irgendwie zur Allgemeinbildung, doof finde ich es aber dennoch. Aber darüber hat sich schon ein ganz Großer ausgelassen...

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