Piepsi hat eine Freundin

Piepsi hat eine Freundin. Sie heißt Matilda und ist zwei Jahre und ein paar Monate alt, also aus Piepsi-Sicht so richtig erwachsen. Ich habe keine Ahnung, wie die beiden miteinander kommunizieren, aber irgendwie tun sie es.
Wenn ich morgens meine Tochter in die Krippe bringe, dann schallt es schon von Weitem: "Piepsi! Piepsi!" Dann kommt ein kleines blondes Mädchen angehüpft, nimmt meine Tochter in den Arm, gibt ihr ein Küsschen, und dann setzen sich beide auf den Boden, gucken sich an und lachen sich schief. Ich würde am liebsten einen Stuhl daneben stellen, mich daneben setzen und losheulen, so niedlich ist das. Auch bei Matilda zu Hause ist Piepsi Gesprächsthema, wie mir ihre Mutter erzählt hat. Andersherum kann ich das nicht bestätigen, was wohl daran liegt, dass sich Piepsi abgesehen von Mama, Papa, Puppu, Buch, Tisch, aufräume, Mama arbeita und Wuff eher lautmalerisch verständlich macht. Dennoch scheint Matilda ihre allererste allerbeste Freundin zu sein, wobei ich weiß, dass diese Freundschaft wohl nicht halten wird.
Matilda wohnt in einem anderen Stadtteil, wird bald einen anderen Kindergarten und dann eine andere Grundschule besuchen. Nun, meine Tochter wird neue Freunde finden. Oder etwa nicht? Sollte ich mich irgendwie einmischen, Matilda zu uns nach Hause einladen? Oder zu Piepsis zweitem Geburtstag, der allerdings noch in weiter Ferne liegt? Versau ich meiner Tochter durch meine komplette Passivität gerade die allerbeste Freundschaft für alle Zeiten und darüber hinaus? Oder ist das alles Schwachsinn, weil Kinder in diesem Alter noch gar nicht so richtig befreundet sein können? Ich weiß es nicht. Aber ich bin mir sicher, dass Matildas Mutter es mir schon sagen wird, wenn es Zeit für eine Spielverabredung wird. Die arbeitet nämlich als Erzieherin. Und mehr Profi geht wohl kaum.

Kommentare

  1. Ach Gott ist das süß!
    Ja, in dieser Situation war ich damals auch als mein Sohn zur kita gekommen ist. Bruno hieß der Junge, denn er so toll fand & beim ersten Miami losen Tag die Toilette unter Wasser gesetzt hat. Leider ist dieser tolle Junge bald in eine andere kita gegangen. Ich hab mich nicht bemüht wegen treffen oder Kontakt, hab einfach es seinen Lauf lassen. Vielleicht lag es auch einfach daran das ich die Eltern nicht kannte & für mich selbst keinebiBindung aufbaute. Schlimm war es jetzt aber auch nicht, seine Gruppe wurde seine Freunde & der nächste laute & wilde Junge wurde sein "bester" Freund.

    Aber persönlich würde es mich schon interessieren wie es bei euch weiter geht, bzw was der "Profi" dazu sagt.
    LG Nicky

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